BETEILIGUNGSFORMATE

 

 

Unter diesem Punkt bieten wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Beteiligungsformate im QuartiersNETZ-Projekt.

Quartierskonferenzen

Zu den Quartierskonferenzen, die viermal jährlich pro Quartier stattfinden, sind alle Bürger*innen aus dem Quartier sowie weitere Akteure des Quartiers eingeladen. Die Teilnehmenden beschäftigen sich in verschiedenen Arbeitsgruppen/ Interessengemeinschaften mit Themen, die sie selbst einbringen und die für sie wichtig sind. Dies beinhaltet u. a. Ideen und Vorschläge für das Wohnumfeld zu entwickeln und umzusetzen oder anzustoßen. Die Quartierskonferenzen dienen auch dazu, über Neuigkeiten und Aktivitäten im Quartier zu informieren und informiert zu werden.

Handlungsfelder der Arbeitsgruppen/Interessengemeinschaften in den Quartieren sind zum Beispiel „Mobilität und Verkehrssicherheit“, „Nachbarschaft, Gemeinschaft und Feste“, „Nahraumversorgung“, „Sicherheit zu Hause und im Quartier“, „Geschichte des Quartiers“. In den Arbeitsgruppen werden Vorschläge erarbeitet, wie Veränderungen angestoßen werden können und auch welche Veränderungen gewünscht sind. Es werden konkrete Schritte erarbeitet und zum Teil auch umgesetzt. Beispiele sind hier Kontakt mit dem Verkehrsreferat bezüglich bestimmter Verkehrsprobleme, Einladung von Firmen eines verkehrsverursachenden, benachbarten Gewerbegebiets, Organisation von Informationsveranstaltungen zum Thema Sicherheit und Einladung von Expert*innen, Vorbereitung von Nachbarschaftsfesten, Erstellen von Ansprechpartnerlisten sowie Einrichtung einer ehrenamtlichen, informellen Nachbarschaftshilfe für Menschen, die aus dem Krankenhaus entlassen werden.

 

Steuerungsgruppen/Koordinierungskreise

In jedem der vier Modellquartiere ist eine Steuerungsgruppe (Hüllen, Schalke) bzw. ein Koordinierungskreis (Buer-Ost, Schaffrath/Rosenhügel) für die Vorbereitung und Durchführung der Quartierskonferenzen sowie die Quartiersentwicklungs- und Vernetzungsarbeit vor Ort verantwortlich. Mitglieder der Steuerungsgruppen/Koordinierungskreise sind die jeweiligen Verantwortlichen des Generetionennetz Gelsenkirchen e. V. (Teilprojekt Reales Netz), Bürger*innen und weitere Akteure der Quartiere (z. B. Verterter*innen von Pflegediensten oder Vereinen).

Lernverbund

Im Lernverbund bietet FoGera alle zwei Monate kostenfreie Fortbildungen für die Technikbotschafter*innen an – in Kooperation mit der VHS Gelsenkirchen und dem Generationennetz Gelsenkirchen. Hier lernen (angehende) Technikbotschafter*innen wie man Älteren die Nutzung von Technik erleichtert (Vermittlungskompetenz) und welche neuen Geräte und Techniken es gibt (Technikkompetenz). Die selbstgewählten Themen sind z.B. „Datenschutz“, „Brandschutz zu Hause“, Gerätekunde: „Seniorenhandys und Smartphones“, „Tablets“, die „Quartiersplattformen“ usw. Das Gelernte wird anschließend als Lernvideo aufbereitet und es werden Materialien erstellt, die den Technikbotschafter*innen ihre Tätigkeit erleichtern (z.B. Checklisten).

Entwicklungswerkstatt

In der Entwicklungswerkstatt treffen sich alle zwei Monate Interessierte aus ganz Gelsenkirchen zusammen mit den Technikbotschafter*innen, um den Ausbau von Technikbegleitung in Gelsenkirchen zu planen. Sie besprechen z. B. die Öffentlichkeitsarbeit zur Werbung Freiwilliger, die Interesse haben, Technikbotschafter*in zu werden, aber auch die Bekanntmachung der schon vorhandenen Technikbotschafter*innen bei den Bürger*innen. Sie planen den Aufbau eines Einsteiger-Seminars, welches angehende Technikbotschafter*innen durchlaufen und auch die Fortbildungen der Technikbotschafter*innen während ihres Engagements im „Lernverbund“. In der Entwicklungswerkstatt werden das bisher Erreichte reflektiert und die nächsten Schritte ins Auge gefasst. Die Gruppe ist offen für alle, die mitgestalten wollen. Hier ist keine Expertise in Techniknutzung gefragt. Besonders willkommen sind auch Personen, die sich (beruflich) für Ältere einsetzen, welche bisher noch nicht genügend vernetzt sind.

Dienstleisterkonferenzen

Die Integration von Dienstleistern ist eine der zentralen Anliegen des QuartiersNETZ Projektes. Hierzu bilden die Dienstleisterkonferenzen ein gesondertes Format, dass diese Gruppe direkt anspricht.

Stadtweite Arbeitsgruppen

Stadtweite Arbeitsgruppen bilden den Kern der quartiersübergreifenden Zusammenarbeit im Projekt. Zu diesen offenen Treffen sind Bürger*innen, Dienstleister und weitere Akteure aus dem gesamten Stadtgebiet Gelsenkirchen eingeladen. Die Gruppen werden jeweils durch einen oder mehrere Projektmitarbeiter*innen geleitet und diskutieren entsprechend ihrer Zusammensetzung quartiersübergreifende, projektbezogene Anliegen und Aufgabenstellungen.

Die Themenfelder, denen sich die stadtweiten Arbeitsgruppen widmen, sind sehr heterogen. Auch unterscheidet sich die angewandte Methodik und Frequenz der Treffen. Während zu Beginn des Projektes für jedes Teilprojekt eine eigene Arbeitsgruppe existierte, entwickelte sich das Format schnell zu einem Erfolg, so dass für unterschiedliche Fragestellungen weitere Gruppen, wie bspw. eine Fokusgruppe (siehe Format „Fokusgruppe“) für die kontinuierliche Erarbeitung der digitalen Quartiersplattform in der Designphase, ins Leben gerufen wurden.

Fokusgruppe

Ein zentraler Bestandteil der Entwicklung der digitalen Quartiersplattform ist die quartiersübergreifende „Fokusgruppe digitale Quartiersplattform“. In diesem Beteiligungsformat wurde in 18 monatlich abgehaltenen Treffen der Funktionsumfang und die Gestaltung der Plattform mit interessierten Bürger*innen und Dienstleistern aus Gelsenkirchen partizipativ erarbeitet. Das Ziel der Fokusgruppen ist, die lebensweltliche Expertise und Bedarfe der Bürger*innen und Quartiersakteure direkt in die Entwicklung zu integrieren und somit bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln.

Gestartet sind die Fokusgruppen mit einfachen Skizzen, die auf Papier und am Smartboard angefertigt wurden. Die gesammelten Ergebnisse wurden anschließend innerhalb der Gruppe diskutiert und um weitere Aspekte ergänzt. Nachdem ein allgemeiner Konsens gefunden wurde, sind auf Basis der Skizzen erste visuelle Prototypen der Plattform erstellt worden. Die Prototypen dienten im Anschluss wiederum als Grundlage für weitere Ideen und Funktionen. Neben den Funktionen konnten so verschiedene Bedienelemente auf ihre Verständlichkeit und Nutzbarkeit getestet werden.

Parallel zu den Fokusgruppen hat der Projektpartner QuinScape dafür gesorgt, dass Usability und Barrierearmut stets gewährleistet sind. Das Feedback ist etappenweise zusammen mit den Teilnehmenden in den visuellen Prototypen eingeflossen.

Als der visuelle Prototyp mehrere Bereiche der QuartiersNETZ-Plattform umfasste, wurde er um erste Interaktionen und rudimentäre Inhalte erweitert. Diese Erweiterung war nötig, da Inhalte in Form von Platzhaltern wie „Lore Ipsum …“ in den Nachrichten und eine fehlende Navigation sich oft als eine große Einstiegshürde abzeichneten. So erlaubte die Erweiterung, dass Usabilitytests mit der Fokusgruppe und auch mit Personen ohne jegliche Vorkenntnisse auf den Jahreskonferenzen durchgeführt werden konnten.

Die zuvor beschriebenen Entwicklungsschritte wurden mehrfach wiederholt, um alle Bereiche der Plattform zu entwerfen, bevor sie von den Entwicklern*innen programmiert wurden. Dies ermöglichte den Teilnehmenden der Fokusgruppe die Quartiersplattform mitzugestalten, den Funktionsumfang zu testen und zu bewerten und so zentrale Mitgestalter*innen der Plattform zu werden.

Jahreskonferenzen

Die jährlich im November stattfindenden Jahreskonferenzen bilden mit rund 200 Teilnehmenden (Bürger*innen, Dienstleister, Politik, Wissenschaft) das zentrale Format für die Präsentation unserer (Zwischen-)Ergebnisse. Hier stellt das Projekt die bis dato partizipativ erarbeiteten Konzepte und Artefakte oder gewonnenen Ergebnisse vor. In Form eines „Markt der Möglichkeiten“ besteht anschließend Gelegenheit zum Austausch, zum Ausprobieren und zur Diskussion.

 

QuartiersNETZ-Treffen

Die QuartiersNETZ-Treffen finden jährlich im April statt und bilden das Pendant zu den Jahreskonferenzen im November. Im Gegensatz zu diesen dienen die rund vier-stündigen Treffen jedoch nicht in erster Linie der Ergebnispräsentation, sondern stehen unter dem Zeichen des gemeinsamen Erarbeitens.

An einem zentral gelegenen Ort in Gelsenkirchen, wie 2017 im Hans-Sachs-Haus, kommen rund 150 Interessierte, Engagierte und Projektbeteiligte zusammen, um gemeinsam in Form von Arbeitsgruppen an verschiedenen Aspekten der Teilprojekte 1 bis 5 (weiter) zu arbeiten. Nach einer Begrüßung, der Kaffeepause und der Arbeitsgruppenphase werden die erzielten Ergebnisse gegenseitig vorgestellt.

Transferbeiratssitzungen

Die Transferbeiratssitzungen bilden das zentrale Format zum bidirektionalen Transfer unserer Projektergebnisse, -erfahrungen und -fragestellungen zu anderen Institutionen.