DAS PROJEKT QUARTIERSNETZ

Das Projekt QuartiersNETZ will engagierte ältere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gelsenkirchen sowie Partner aus Forschung und Dienstleistung zusammenbringen, um gemeinsam ein zukunftsweisendes Konzept für die Gestaltung des demographischen Wandels im Ruhrgebiet zu erarbeiten. Ziel des Projektes ist ein solidarisches und selbstbestimmtes Leben im Alter. Dies soll erreicht werden durch eine verstärkte Teilhabe Älterer sowie intensivere Vernetzung der Akteure in ausgewählten Wohnquartieren, aber auch mit Hilfe technischer Unterstützung.

Die Projektidee wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beim Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ aus 78 Vorschlägen unter die besten zwölf gewählt. In einer dreimonatigen Konzeptentwicklungsphase wurde die Idee für die zweite Antragsphase weiter ausgearbeitet und konkretisiert. Hierzu fanden im Juni und Juli 2013 drei intensive Arbeitstreffen mit mehr als 200 Teilnehmenden statt. Neben den Wissenschaftler*innen, Dienstleistern und Vertreter*innen der Stadt bestimmten vor allem die interessierten (älteren) Bürger*innen mit ihren Anregungen und Ideen das Profil des Antrages.

Ende August wurde der Antrag beim Ministerium eingereicht, am 8. Oktober 2013 präsentierte Oberbürgermeister Frank Baranowski das Projekt in Berlin. Am 21. Januar 2014 erhielt Gelsenkirchen die erfreuliche Nachricht, dass es den Zuschlag für die Projektförderung erhalten hat! Nun wird mit Tatkraft und Freude in vier ausgewählten Stadtvierteln (Hüllen, Schaffrath/Rosenhügel, Schalke und Buer-Ost) die QuartiersNETZ-Entwicklung umgesetzt werden. Hierzu fand am 27. Oktober 2014 eine Auftaktkonferenz statt. Weitere Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Projekt finden Sie unter Aktuelles.

Interview mit Prof.Dr. Sabine Sachweh

 

„Die Bürgerinnen und Bürger haben erkannt, dass es wirklich auf sie ankommt.“

 

DIE TEILPROJEKTE

Der demografische Wandel ist eine Realität, der das QuartiersNETZ aktiv begegnet: Wir entwickeln Lösungen, mit denen ältere Menschen länger selbstbestimmt und sozial eingebunden leben können – und zwar gemeinsam mit denen, die es betrifft. Unsere Maßnahmen gliedern sich dabei in sieben Teilprojekte:

Reales Netz: Gemeinsam für das Quartier
Die Basis für das QuartiersNetz sind die Menschen vor Ort. Wir wollen Bürger*innen mit Vereinen, Initiativen, Dienstleistern und Vertreter*innen der Kommune zusammenbringen. Sie können sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam ihr Quartier gestalten.

Digitale Quartiersplattform: Jede*r kann teilhaben
Die digitale Plattform unterstützt das reale Netz: Sie liefert Neuigkeiten aus dem Quartier, erleichtert den Zugang zu wichtigen Dienstleistern und ermöglicht soziale Kontakte. Online können auch die Menschen teilhaben, die weniger mobil oder schwer erreichbar sind.

Interaktions- und Kommunikationsmedien: Technik, die zu den Nutzer*innen passt
Technische Geräte werden in der Bedienung immer kleiner und komplexer. Um einer Ausgrenzung wenig technikerfahrener älterer bzw. beeinträchtigter Menschen vorzubeugen, entwickeln wir Hilfsmittel, die Technik im Haushalt leichter nutzbar macht – angepasst auf die individuellen Bedürfnisse.

Technikbegleitung: Ehrenamtliche helfen
Freiwillige jeden Alters werden in den Quartieren zu Technikbotschafterinnen und Technikbotschaftern ausgebildet: Sie unterstützen ältere Menschen dabei, technische Geräte und die Digitale Quartiersplattform für ihren Alltag nutzen zu können.

Geschäftsmodell: Selbstversorgung ermöglichen
Eine sichere Versorgung ist entscheidend für die Selbständigkeit. Deshalb bringen wir Dienstleister mit Bürger*innen zusammen und entwickeln Finanzierungsmodelle, damit diese Netzwerke vor Ort Bestand haben.

Partizipationsmodell: Dauerhaftes Engagement ermöglichen
Bürger*innen bekommen die Chance, sich dauerhaft für ihr Umfeld zu engagieren, ermutigt durch niedrigschwellige Beteiligungschancen und gestärkt durch solide Netzwerke. Ihre Ideen sollen in Politik und Stadtverwaltung aufgegriffen werden.

Evaluation: Vernetzung wissenschaftlich begleiten
Die Arbeit des QuartiersNETZes wird durch eine kontinuierliche Evaluation begleitet, um sicherzustellen, dass die entwickelten Lösungen nah an den Bedarfen der Bürger*innen sind. Dazu werden die Bedarfe und Vorstellungen der Bürger*innen erhoben sowie die Möglichkeiten zur Mitgestaltung untersucht.

Transfer: Impulse für andere Kommunen
Das QuartiersNETZ ist ein Modellprojekt. Deswegen gehört der Aufbau eines Netzwerks mit anderen Kommunen dazu. Genauso, wie der Austausch mit Expert*innen, die sich ebenso mit der Thematik der Quartiersentwicklung beschäftigen.

TEILPROJEKT 1

Reales Quartiersnetz: Gemeinsam für das Quartier

TEILPROJEKT 2

Digitale Quartiersplattform: Jede*r kann teilhaben

TEILPROJEKT 3

Interaktions- und Kommunikationsmedien: Technik, die zu den Nutzer*innen passt

TEILPROJEKT 4

Technikbegleitung: Ehrenamtliche helfen

TEILPROJEKT 5.1

Geschäftsmodell: Selbstversorgung ermöglichen

TEILPROJEKT 5.2

Partizipationsmodell: Dauerhaftes Engagement ermöglichen

TEILPROJEKT 6

Evaluation: Vernetzung wissenschaftlich begleiten

TEILPROJEKT 7

Transfer: Impulse für andere Kommunen

VIER QUARTIERE – viel Vielfalt

 

Das QuartiersNETZ wird beispielhaft in vier Gelsenkirchener Quartieren entwickelt: Sie sollen in ihrer Vielseitigkeit bezogen auf Bevölkerung, Infrastruktur und Lage einen Querschnitt des Ruhrgebiets abbilden.

Buer-Ost: Im nördlichen Teil Gelsenkirchens gelegen, zeichnet sich dieses Quartier durch seinen innenstadtnahen Charakter (City von Buer) und den hohen Anteil älterer und eher wohlhabenderer Bewohner*innen aus.

Schaffrath / Rosenhügel: Charakteristisch für das Quartier im Westen Gelsenkirchens ist die „dörfliche“ Struktur. Ähnlich wie in Buer-Ost wohnen auch hier vergleichsweise viele ältere Personen.

Bulmke-Hüllen: Nordöstlich vom Zentrum gelegen, leben hier Menschen unterschiedlichsten Alters sowie vergleichsweise viele mit Migrationshintergrund. Das Quartier ist etwas stärker von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen als die Gesamtstadt.

Schalke: Dieses montanindustriell geprägte Quartier befindet sich nahe der Innenstadt. Sowohl der Anteil jüngerer Bewohner*innen als auch der alleinlebender Älterer ist hoch. Auch viele Menschen mit Migrationsgeschichte wohnen hier.

BETEILIGUNGSFORMATE

Ende August wurde der Antrag beim Ministerium eingereicht, am 8. Oktober 2013 präsentierte Oberbürgermeister Frank Baranowski das Projekt in Berlin. Am 21. Januar 2014 erhielt Gelsenkirchen die erfreuliche Nachricht, dass es den Zuschlag für die Projektförderung erhalten hat! Nun wird mit Tatkraft und Freude in vier ausgewählten Stadtvierteln (Hüllen, Schaffrath/Rosenhügel, Schalke und Buer-Ost) die QuartiersNETZ-Entwicklung umgesetzt werden. Hierzu fand am 27. Oktober 2014 eine Auftaktkonferenz statt. Weitere Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Projekt finden Sie unter Aktuelles. Ende August wurde der Antrag beim Ministerium eingereicht, am 8. Oktober 2013 präsentierte Oberbürgermeister Frank Baranowski das Projekt in Berlin. Am 21. Januar 2014 erhielt Gelsenkirchen die erfreuliche Nachricht, dass es den Zuschlag für die Projektförderung erhalten hat! Nun wird mit Tatkraft und Freude in vier ausgewählten Stadtvierteln (Hüllen, Schaffrath/Rosenhügel, Schalke und Buer-Ost) die QuartiersNETZ-Entwicklung umgesetzt werden. Hierzu fand am 27. Oktober 2014 eine Auftaktkonferenz statt. Weitere Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Projekt finden Sie unter Aktuelles.

ZIELE UND UMSETZUNG

Die Projektidee wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beim Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ aus 78 Vorschlägen unter die besten zwölf gewählt. In einer dreimonatigen Konzeptentwicklungsphase wurde die Idee für die zweite Antragsphase weiter ausgearbeitet und konkretisiert. Hierzu fanden im Juni und Juli 2013 drei intensive Arbeitstreffen mit mehr als 200 Teilnehmenden statt. Neben den Wissenschaftler/-innen, Dienstleistern und Vertreter/-innen der Stadt bestimmten vor allem die interessierten Seniorinnen und Senioren mit ihren Anregungen und Ideen das Profil des Antrages. Die Projektidee wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beim Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ aus 78 Vorschlägen unter die besten zwölf gewählt. In einer dreimonatigen Konzeptentwicklungsphase wurde die Idee für die zweite Antragsphase weiter ausgearbeitet und konkretisiert. Hierzu fanden im Juni und Juli 2013 drei intensive Arbeitstreffen mit mehr als 200 Teilnehmenden statt.

Neben den Wissenschaftler/-innen, Dienstleistern und Vertreter/-innen der Stadt bestimmten vor allem die interessierten Seniorinnen und Senioren mit ihren Anregungen und Ideen das Profil des Antrages. Die Projektidee wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung beim Wettbewerb „Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen“ aus 78 Vorschlägen unter die besten zwölf gewählt. In einer dreimonatigen Konzeptentwicklungsphase wurde die Idee für die zweite Antragsphase weiter ausgearbeitet und konkretisiert. Hierzu fanden im Juni und Juli 2013 drei intensive Arbeitstreffen mit mehr als 200 Teilnehmenden statt. Neben den Wissenschaftler/-innen, Dienstleistern und Vertreter/-innen der Stadt bestimmten vor allem die interessierten Seniorinnen und Senioren mit ihren Anregungen und Ideen das Profil des Antrages.

KONSORTIUM: Gebündelte Kompetenz

Das Konsortium des QuartiersNETZes  setzt sich aus zahlreichen Partnern aus Forschung, Wirtschaft und dem sozialen Sektor zusammen. In Kooperation mit den Bürgerinnen und Bürgern bringen sie das Gesamtprojekt gemeinschaftlich voran.