Teilprojekt 6: Evaluation

 

Wissenschaftliche Begleitforschung

Die Evaluation verfolgt das Ziel, die Prozess- und Ergebnisqualität im Projekt QuartiersNETZ sicherzustellen. Sie untersucht dazu, welche Wünsche, Anliegen und Vorstellungen die Gelsenkirchener Bürger*innen sowie andere Akteure vor Ort haben und wie diese in den Teilprojekten gemeinsam verwirklicht werden können. Im Teilprojekt Evaluation kommen sowohl qualitative als auch quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung zum Einsatz.

Die Evaluation gliedert sich, mit einigen Überschneidungen, in drei Phasen: Zu Beginn des Projekts ist eine Bestandsaufnahme durchgeführt worden, fast zeitgleich startete die prozessbegleitende (formative) Evaluation, und im letzten Projektjahr erfolgt die abschließende (summative) Evaluation.

Bestandsaufnahme

Die Bestandsaufnahme hatte zum Ziel, die Ausgangslage anhand einer schriftlichen Befragung, Stadtteilbegehungen, Experteninterviews und Dokumentenanalysen zu erheben. Nach Aufbereitung des Forschungsstandes wurde ein standardisierter 20-seitiger Fragebogen entwickelt. Dieser wurde im Juni 2015 an insgesamt 4.000 Personen ab 50 Jahren mit Wohnsitz in einem der vier Modellquartiere postalisch verschickt. Ermöglicht wurde die schriftliche Befragung durch den Datenzugang der Stadt Gelsenkirchen, eine einfache Zufallsauswahl wurde aus dem Einwohnermelderegister gezogen. Es konnte eine Rücklaufquote von 30,3 % realisiert werden. Erste Ergebnisse finden Sie in unserer Mediathek. Eine ausführliche Darstellung folgt.

Die Ergebnisse der Stadtteilbegehungen, Dokumentenanalysen, Experteninterviews sowie Teilergebnisse der schriftlichen Befragung sind im Bericht „Quartiersprofile“, der in Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt Partizipationsmodell erstellt wurde, dargestellt.

Formative Evaluation

Die formative, prozessbegleitende Evaluation untersucht mit Hilfe der Methoden der teilnehmenden Beobachtung, teilstrukturierten Leitfadeninterviews und eines standardisierten Kurzfragebogens

  • wie die Bürger*innen ihren Stadtteil und ihre Mitwirkungsmöglichkeiten beurteilen,
  • welche Personengruppen an den Beteiligungsprozessen teilnehmen,
  • wie der Aufbau von Vernetzungs- und Unterstützungsstrukturen gelingt sowie
  • welche Rolle dabei die Quartiersspezifika spielen.

Hierzu werden die (Quartiers-)Konferenzen und Arbeitsgruppen des Projekts kontinuierlich (sozial-)wissenschaftlich begleitet, (Zwischen-)Ergebnisse gemeinsam mit den Beteiligten reflektiert und bewertet.

Summative Evaluation

Abschließend wird eine summative Evaluation die Ergebnisse zusammenführen und aufzeigen, inwiefern und wie die Ziele des Projektes erreicht werden konnten. Auch an dieser Stelle werden die Perspektiven der beteiligten Akteure vor Ort zur Bewertung der Prozesse, möglicher Erfolge, aber auch Herausforderungen herangezogen.

 

Teilprojekt 6 Flyer

Erhalten Sie mehr Informationen zum Teilprojekt 6

Prof. Dr. Harald Rüßler

Teilprojekt 5.2: Partizipationsmodell

Teilprojekt 6: Evaluation
Teilprojektleiter
Fachhochschule Dortmund

Tel: +49 (0231) 755 6292

Mail: harald.ruessler@fh-dortmund.de